Aus dem Périgord: Brouillade aux truffes

Der frische schwarze Trüffel aus dem Périgord ist bei mir eingetroffen, Jetzt gibt’s endlich Brouillade aux truffes. Die Vorbereitungen laufen schon seit gestern: Den Trüffel habe ich zusammen mit den Eiern in ein Glas gepackt. Über Nacht ist so das Trüffel-Aroma in die Eier gezogen. Ich wollt, ich wär ein Huhn …
Jetzt, am frühen Nachmittag, wird alles Weitere vorbereitet und heute Abend wird die Brouillade im Wasserbad zubereitet. In der Pfanne braten das nur Banausen, degradieren das Ganze zum banalen Rührei!

Brouillade aux truffes et Lirac

Hier das Original-Rezept für Brouillade aux truffes

Die Zutaten für 2 Personen:
ca. 30 g schwarzer Wintertrüffel
6-8 Eier
etwas Olivenöl
Salz und Pfeffer aus der Mühle

Am Abend vorher:
Trüffel und Eier zusammen in ein dichtes Gefäß geben. So zieht das Trüffelaroma über Nacht in die Eier und parfümiert diese intensiv.

Tags darauf:
Die Eier in eine Schüssel schlagen. Den Trüffel halbieren, eine Hälfte in kleine Stücke schneiden oder raspeln, mit den Eiern vermischen. Das Ei-Trüffel-Gemisch ca. zwei Stunden im Kühlschrank ziehen lassen.
Währenddessen die andere Trüffelhälfte in feine Lamellen schneiden, in etwas Olivenöl bei kleiner Hitze etwas erwärmen. Nur erwärmen, nicht braten! Das alles dann mit in die Schüssel geben, gut vermengen, salzen, pfeffern und etwa 30 Minuten stehen lassen.
Jetzt gibt es zwei Wege der weiteren Zubereitung. Entweder mit etwas Butter oder Olivenöl in der Pfanne ein ganz normales, ordinäres Rührei braten – oder die wahre, traditionelle Brouillade aux truffes zelebrieren: Die Eierschüssel in einen Topf mit kochendem Wasser setzen und rühren. Ordinäres Rührei ist flockig und bröckelig – die Brouillade aux truffes wird glatt und cremig.
Ein wahres Gedicht! Sie wollen es nie mehr anders!

Dazu schmeckt ein Côtes-du-Rhône, oder besser noch ein Lirac, Gigondas oder – wenn’s ganz edel sein soll: Châteauneuf-du-Pape.

Die Beschreibung des Périgord-Trüffel (Tuber melanosporum) auf Wikipedia.

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