Best of 2015

Delicious Travel

Halb (Welt-)Stadt, halb Berge. Ein bisschen Provinz, ein bisschen Meer – meine Reiseziele 2015 waren bunt gemischt. Und wieder sehr europäisch – mit einer Ausnahme: Kapstadt. Die schönsten Reisemomente der letzten zwölf Monate und die beliebtesten Artikel hier im Blog habe ich für dich als Jahresrückblick zusammengestellt.

Blauer Himmel, Schnee, der in der Sonne glitzert: 2015 startete mit Traumwetter und Wanderspaß auf dem Wintermärchen-Weg auf der Alb. Winterurlaub ist eigentlich nicht so meins, aber ein paar Tage im Schnee – warum nicht? Es gibt ja noch anderes als stundenlang Pisten runter zu brettern.

Morgens ist der Weg noch fast unberührt.
Wintermärchen auf der Schwäbischen Alb

Best of 2015 – die schönsten Reisemomente auf Delicious Travel

London

Im Januar flog ich für ein paar Tage nach London zur Graduierungsfeier anlässlich meines bestandenen Diploma in Wines & Spirits. Der Zeitpunkt für einen Citytrip an die Themse war ideal, was weniger mit dem Wetter zu tun hatte als mit den Touristen. Die drängten nämlich viel weniger zahlreich durch die Stadt.
Bei einer Food Tour durch das Londoner East End futterte ich mich durch acht verschiedene Küchenstile – an einem Vormittag. Sehr zu empfehlen. Der Bummel durch das alte Quartier ist gleichzeitig ein Ausflug in die Streetart-Szene rund um die Brick Lane.
Am anderen Ende der Stadt stöberte ich durch die Portobello Road mit hübschen Geschäften voller Trödel und Trends sowie einem der bekanntesten Flohmärkte Londons.

Poppies Fish and Chips
East End Food Tour in London

Mallorca

Zur Mandelblüte nach Mallorca, das wollte ich seit langer Zeit. In diesem Februar war es soweit: Von Soller bis Porto Pedro trug die Landschaft einen weiß-rosafarbenen Schleier und ich verbrachte eine Woche im Südosten der Insel. Klein, aber fein ist der Naturpark Mondrago bei Porto Pedro mit herrlichen Badebuchten, wo es mir besonders gut gefiel.

Mandelblüten am Stamm
Mandelblüte auf Mallorca
Mallorca, Porto Petro
Porto Pedro

Hamburg

Eine meiner drei deutschen Lieblingsstädte ist Hamburg – und perfekt für einen Wochenendtrip im März. Zwischen Gängeviertel und Hafencity gab es eine Menge zu entdecken. Eine etwas andere Stadtrundfahrt habe ich mit der S-Bahn gemacht. Passend zu den Stationen der Linie 3 gibt es einen Audio-Guide, den man sich auf’s Handy laden kann und so die Hamburger Innenstadt-Quartiere kennenlernt. Ein weiterer führte mich durch das Treppenviertel in Blankenese. Ein Besuch im dortigen Fischclub war Ehrensache.

frische Fischküche in Hamburg Blankenese
Scholle in Blankenese
Hamburg Hafencity
Hafencity Hamburg

Südtirol

Einmal im Jahr muss es sein: Südtirol. Kaum war der Schnee weg, zog ich über den Brenner. Dieses Mal in ein kleines, eher unbekannteres Fleckchen: das Gsieser Tal. Ganz an dessen Ende in Sankt Magdalena startet eine traumhafte Panorama-Wanderung auf dem Almenweg auf 2.000 Metern Höhe. Der Pragser Wildsee liegt nur ein paar Autominuten entfernt und gibt selbst bei schlechtem Wetter ein gutes Fotomotiv ab. Und das Beste: Man hat ihn (fast) für sich allein. Im Sommer und bei Sonnenschein unvorstellbar.

Almenweg Panorama
Almenweg 2000

Oberschwaben

Auf der Reisemesse CMT kam ich mit den Leuten von Carthago ins Gespräch und kreuzte ein paar Wochen später mit Mann und Wohnmobil durch Oberschwaben . Leider hat es die ganze Zeit wie aus Kannen geschüttet, doch bei schönem Wetter ist diese Art zu reisen eine echte Alternative zu Camping oder Hotel. Vor allem in Amerika oder Australien könnte ich mir so einen Trip vorstellen.

XXL-Parkplatz gesucht und gefunden
XXL-Parkplatz gesucht und gefunden
Funktioniert besser als gedacht: kochen im Wohnmobil
Kochen im Womo

Bliesgau

Ins Saarland hat es mich zufällig verschlagen im Mai. Und das kam so: Auf der ITB-Reisemesse kam mir eine dieser bequemen Wanderliegen gerade recht, um meine malträtierten Füße auszuruhen. Die netten Damen vom Stand baten mich, einen launigen Spruch einzugravieren. Später sollte die Bank mitsamt den Kritzeleien aller „Messewanderer“ an einem Wanderweg im Saarland aufgestellt werden. Ob ich die Genussregion Saarland denn kenne, wollte die beiden wissen. Nein? Dann müsse ich sie unbedingt besuchen. Gesagt, getan, im Mai bei einem Streifzug durch den Bliesgau.

Eselwanderung
Wandern mit dem Esel im Bliesgau

Loire

Im Sommer stand Frankreich auf dem Programm, aber dieses Mal nicht der Süden, sondern die Bretagne. Praktischerweise ließ sich das gut verbinden mit einem Roadtrip entlang der Loire mit Stops in Orleans und Nantes. Wein, Crémant und mehr erlebte ich in Chinon, Saumur oder Candes-Saint-Martin.

Nantes bei Nacht
Nantes
Chateau Chambord
Château Chambord

Bretagne

In der Bretagne war ich noch nie, doch ein Bild von Claude Monet gab den Ausschlag, dass ich hin wollte: Die Felsnadeln an der Küste von Belle-Île. Die Tage auf der schönen Insel der südlichen Bretagne waren sehr erholsam. Kulinarisches Highlight: frische Austern. Einen Austernfischer im Golf von Morbihan habe ich dann auch besucht.

Sauzon
Belle-Île
Nordwestküste Belle-Île
Steilküste im Nordwesten

Bern und Berner Oberland

In der größten Hitze des Sommers fuhr ich zum Wandern in die Schweizer Berge. Zunächst über Bern, das ganz anders ist als man denkt. In den alten Quartieren der Stadt entstand in den letzten Jahren eine lebendige, kreative Szene. Am Triftgletscher warteten gleich zwei echte Herausforderungen auf mich und am Jungfrau schlüpfte ich in die Rolle des Beobachters einer bestens organisierten Tourismus-Maschinerie.

Bern
Zytglogge
Triftbrücke
Triftbrücke
Mountain View Trail mit Eiger, Mönch und Jungfrau
Eiger, Mönch und Jungfrau
Handeck-Bahn
Handeck-Bahn

Allgäu

Beschaulicher ging es im Allgäu zu, wo ich im Juli Alpyurveda ausprobierte – und ein sehr entspanntes Wochenende in Balderschwang erlebte.

Pool
Hotel Hubertus
Balderschwang
Alpyurveda im Allgäu

Kapstadt

September, Frühlingsbeginn. Jedenfalls am Kap. Den beruflichen Besuch der Cape Wine Show dehnte ich ein paar Tage aus, um mal wieder die wunderschöne Westküste entlang zu fahren, urig im Strandloper mit den Füßen im Sand zu tafeln und ein Wochenende in Paternoster zu verbringen – noch immer ein Geheimtipp.
Über Kapstadt bin ich zurück nach Stellenbosch, das man übrigens auch sehr gut als Frau allein bereisen kann. Eine ganz besondere Begegnung hatte ich in Kayamandi, der Township von Stellenbosch, im Haus von Mama Swartbooi.

Kayamandi
Posieren für’s Gruppenfoto
bo-kaap
Bo-Kaap
Arbeiten und essen unter freiem Himmel
Picknick im Weingut

Porto

Noch ein paar Tage die Wärme von Portugal genießen, bevor der graue, nasskalte November kommt, das war der Plan. Konnte ja keiner wissen, dass dieser Herbst ein Sommer blieb. Schön war’s in Porto und bei den Winzern im Douro-Tal.

Weinberge Douro
Douro Valley
Bahnhof Porto
Bahnhof von Porto

Ortenau

Noch bunter trieben es die Reben aber zu Hause. Den perfekten Indian Summer in den Weinbergen der Ortenau erlebte ich Anfang November bei einer Wanderung auf dem Durbacher Weinpanorama-Weg.

Durbach Weinberge
Herbstliche Weinberge

Elsass

Bei sonnigen 15 Grad Celsius in Weihnachtsstimmung zu kommen, war schwierig. Im elsässischen Kaysersberg ging das aber dann doch ziemlich einfach am ersten Advent. Auch das liebevoll geschmückte Colmar zog mich in seinen Bann.

Bergheim Häuser
Häuser in Bergheim
Marche Noel
Weihnachten in Kaysersberg

Und wie war dein Reisejahr? Welche Orte oder Regionen haben dir besonders gut gefallen?