Bretonisches Rindertatar mit Syrah Carabiniers

steak tatare

Ich lese „Bretonische Flut“. Von Commissaire Dupin, der wieder mal Hunger hat und im „Relais du Port“ Steak Tartare bestellt. Auch im fünften Krimi von Jean-Luc Bannalec klärt der Kommissar in der Bretagne wieder diverse Morde auf, ohne dass Essen und Trinken zu kurz kämen. Ist mir sehr sympathisch, der Mann. Je länger ich drüber nachdenke, wann ich das letzte Mal ein richtig gutes Tartar gegessen habe, um so mehr bekomme ich Appetit. Also: schnell zum Metzger gedüst – mit aller Hoffnung, die man kurz vor sechs Uhr abends noch haben kann. Glück gehabt!

Und – bien sûr – bereite ich das Tatar echt bretonisch zu, nach dem Rezept von Arnaud, Chef des Amiral in Concarneau, dem Stammlokal des Kommissars.

Für zwei Personen:

  • ca. 400g Rindertatar, frisch durchdrehen lassen
  • 1 TL Kapern
  • 1 TL Ketchup
  • 3 TL Worchestersauce
  • 1 TL gutes Olivenöl
  • 1 Schalotte
  • 3 Cornichons
  • 2 Eigelb
  • Salz
  • Schnittlauch und Tabasco nach Geschmack

Schalotte fein würfeln, Kapern klein hacken. Alle Zutaten miteinander vermischen – und mit einem Servierring anrichten.

Dazu gibt’s Baguette oder wie bei Kommissar Dupin, dem bretonischen Super-Bullen,  frites et salade. Um einen Fall mit drei Morden in zwei Tagen zu lösen, bedarf es einer soliden Grundlage – da gehört dann wohl auch ein ordentlicher Schluck Wein dazu. Dupin bestellt Cornas, ich hab grad keinen zur Hand. Nach Durchsicht der Vorräte entscheide ich mich deshalb für einen anderen Syrah aus Südfrankreich, den

2013er Syrah „Domaine des Carabiniers“ Vin de Pays d’Oc

aus dem Rhône-Tal, Nähe Avignon. Dieser Demeter-Wein ist nicht nur ein guter Ersatz für den Cornas, er passt wunderbar zum Tartare: gradlinig, mit angenehmen Fruchtaromen und einer geschmacklichen Dichte, wie man sie bei einem Wein für um die 6 Euro* so nicht unbedingt erwarten würde. Auf alle Fälle eine positive Überraschung!

In Verbindung mit dem Fleisch noch ein überflüssiger Hinweis meinerseits: Dieser Wein ist vegan. Und noch überflüssigere Fragen: Gibt’s eigentlich schon Rindertatar aus Tofu? Oder Saitan  …?

*Die Preise diverser Online-Anbieter variieren zwischen ca. 5,60 € und 6,50 € pro Flasche, zzgl. Versand.

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