Feuchtgebiete

Isny Bodenmöser Ried

Die Wachtel hört man, zu sehen bekommt sie kaum einer, so gut tarnt sie sich. Muss sie auch, als Bodenbrüter wäre sie leichte Beute. Feldlerche und Rebhuhn kann man mit etwas Glück öfters entdecken im Bodenmöser, eines der wichtigsten Niedermoore im Württembergischen Allgäu. Genau genommen sind es 31 Feuchtgebiete, die zum Naturschutzgebiet gehören und unterschiedliche Moor- und Feuchtgebietslebensräume repräsentieren. Von angelegten Wanderwegen aus kann man das Leben im Moor entdecken.

Sofern man nicht dran vorbei latscht. Hier, eine Trollblume. Unser Guide zeigt auf eine kirschtomatengroße grüne Kugel am Stiel. Sehen aufgeblüht ähnlich aus wie Ranukeln. Wir sind ein, zwei Wochen zu früh dran, im Mai blühen viele seltene Blumen und Gräser im Bodenmöser.

Die Strecke durchs Moor ist das schönste Stück unserer Gourmet-Wanderung, die Isny im Sommer anbietet. Die Idee: Vorspeise, Hauptgericht und Dessert serviert jeweils ein anderes Restaurant. Nur dass nicht das Essen zum Gast kommt, sondern dieser selbst von einem zum anderen Gang läuft.

Gourmetwanderung Isny
Gourmetwanderung: drei Stationen, verbunden durch faszinierende Landschaft

Bodenmöser Ried

Niedermoor in Isny
Niedermoor bei Isny

Den Aperitif kredenzt Susanne Rimmele im Hotel Hohe Linde: Räucherforelle mit Orangen-Fenchel-Salat, hausgemachte Maultäschle auf Kraut, Zurwieser Käsbrot „Antons Liebe“, Melone mit Schwarzwälder Schinken und ein Süppchen. Von den Großeltern als Pension gegründet, hat das Haus sich zum waschechten 29-Zimmer-Familienbetrieb entwickelt, in dem alle mit anpacken. „Wir leben quasi im Hotel“, erklärt die leidenschaftliche Köchin und schaukelt dabei Baby Luise auf dem Arm.

Durch das Riedmüller Moor kommen wir nach kurzer Zeit zum Allgäuer Terrassenhotel. Das hält, was es verspricht: Alle Zimmer verfügen über eine sonnige Südterrasse.
Küchenchef Uli Alexa hat Zweierlei vom Kalb vorbereitet mit Gemüse und Spargel. Optisch und geschmacklich sehr gelungen. Dazu reicht er den Rivaner eines befreundeten Winzers von der Mosel. Ein Weißwein vom Bodensee hätte mir besser dazu gefallen, nicht zuletzt deshalb, weil ich bevorzugt Produkte aus der Region probiere.
Wer will, kann sich seinen Fisch übrigens selbst fangen und in der Küche frisch zubereiten lassen. Das Terrassenhotel besitzt in der Unteren Argen, der Ach und der Eschach Gewässer, in denen Gäste Fliegenfischen können.

Zweierlei vom Kalb als Hauptgang
Zweierlei vom Kalb als Hauptgang

Etwas faul vom Sitzen und Essen wandern wir weiter. Und zwar kurz und knackig bergauf zum Dessert im Berghotel Jägerhof. Das Johannisbeer-, Mango- und Zitronen-Sorbet in der Brandteigschale auf Erdbeercarpaccio erfrischt und macht munter. Das im eleganten Landhausstil gebaute 5-Sterne-Hotel umgibt eine weitläufige Parkanlage mit Muffel-, Dam- und Rotwild. Grandios auch die Aussicht auf die Nagelfluhkette, Schwarzer Grat (nach dem Feldberg zweithöchste Erhebung Baden-Württembergs) und den Säntis in der Schweiz.

Sumpfdotterblume
Sumpfdotterblume im Bodenmöser Ried
nachgebaute Brücke im alten Stil
Brücke über die Untere Argen im alten Stil
Fernsicht vom Jägerhof
Fernsicht vom Jägerhof bis zum Säntis

Gutgelaunt kommen wir nach etwa vier Stunden wieder zurück zu unserem Ausgangspunkt und sagen
Isny adé.

Vitalium: Thermalwasser und Moorbad

Mit dem Womo geht’s nordwärts Richtung Bad Wurzach. Am Nachmittag stehen Moorbad, Sauna und Thermalwasser im Vitalium auf unserem Programm. Die Gesundheits- und Wellnessoase wurde mit vier Medical Wellness Stars ausgezeichnet. Wohnmobilisten sind willkommen, der Stellplatz ist praktischerweise gleich nebenan.

Praktisch: variables Kochgeschirr

Funktioniert besser als gedacht: kochen im Wohnmobil

Kochen im Wohnmobil? Vielleicht einen Tee, aber sonst? Zu eng, keine passende Ausstattung, kaum Gewürze … nee, muss nicht unbedingt sein, verkündete ich vorher. Klar, dass ich es trotzdem probiert habe. Und: Mit etwas Fantasie schafft es selbst ein Womo-Novize locker, ein warmes Essen zu servieren, ohne dass es drinnen aussieht, als wäre ein Tornado durch den Wagen gefegt. Es kommt so eine leise Ahnung auf, dass Kochen vielleicht doch weniger mit Technik zu tun hat als vielmehr mit Know-how und Organisation. Drei Gasflammen, ein Camping-Topfset, ein scharfes Messer und Plastikgeschirr im Porzellanlook – passt.

Und das geschah bisher bei unserer Womo-Tour:
Tag 1: von Bad Waldsee nach Wolfegg
Tag 2: von Wolfegg nach Isny


Isny Marketing GmbH, Unterer Grabenweg 18, 88316 Isny im Allgäu, www.isny.de
Hotel Hohe Linde, Lindauer Straße 75, 88316 Isny, www.hotel-hohe-linde.de
Allgäuer Terrassenhotel, Alpenblickweg 3, 88316 Isny im Allgäu, www.terassenhotel.de
Berghotel Jägerhof, Jägerhof 1, 88316 Isny im Allgäu, www.berghotel-jaegerhof.de
Vitalium, Karl-Wilhelm-Heck-Straße 8, 88410 Bad Wurzach, www.www.vitalium-bad-wurzach.de
Wohnmobilstellplatz, An der Thermalquelle, 88410 Bad Wurzach

Die Reise wurde unterstützt durch Oberschwaben Tourismus, Carthago und Fritz Berger.

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