Südtirol ist sooo schön. Wenn nur die ewig lange Anreise nicht wäre. Im Parkhotel in Bad Wörishofen im Allgäu gibt es das Südtirol-Gefühl ganz ohne Alpenüberquerung. Mit Palmen, Schlutzkrapfen, Apfel-Secco und Bergblick vom Bett aus. Zugegeben, letzteren nur auf Bildern. Aber der Rest fühlt sich erstaunlich echt an.
Die Speckmarende steht schon auf dem Tisch, bevor mein Koffer im Zimmer ist. Dazu ein Glas Apfel-Secco, kühl und leicht herb, und für einen Moment bin ich mir sicher, in Südtirol gelandet zu sein. Bin ich nicht. Zwei Stunden ab Stuttgart, und am Brenner stand ich dabei keine einzige Minute.
Und doch sehe ich den Rosengarten, Lang- und Plattkofel, im Treppenhaus fühle ich mich kurz nach Sterzing versetzt, und vom Bett aus blicke ich auf die Geislerspitzen. Okay, die hängen als Bild an der Wand. Fürs Gefühl macht das kaum einen Unterschied.
Das Parkhotel in Bad Wörishofen schickt dich für ein paar Tage nach Südtirol, ohne dass du dafür über die Alpen musst. Achtung, Spoiler: Das klappt erstaunlich gut.
Ein Garten wie ein kleiner Südtirol-Urlaub
Ein Wochenende im September, der noch herrlich warm ist, und wir freuen uns auf eine kleine Auszeit im Parkhotel. Der Name ist Programm: 10.000 Quadratmeter groß ist das ParkSpa und damit mehr als die hübsche Kulisse für ein paar Liegen.
An den Wegen stehen Schilder, wie ich sie von Wanderungen in Südtirol kenne. Zum Kalterer See geht es in die eine Richtung, Montiggler See in die andere, weiter hinten liegt der Meraner Hügel.
Seit 2026 gibt es auch eine Zirbensauna. Noch mehr Südtirol steckt im Heustodl mit Heusauna und Waldbad. Wer nach dem Saunagang lieber unter freiem Himmel liegt, findet zwischen den alten Bäumen genug Platz dafür.
Die weiße Bank ist ein Original von der Promenade in Meran. Und überall stehen Palmen. Mehr als hundert habe man gepflanzt, sagt der Hotelchef.
Mein Lieblingsplatz: die überdachten Sonnenliegen am See. Ich höre dem Wasser zu, lese ein Buch, eingekuschelt in eine Decke als es später kühler wird. Mehr brauche ich nicht. Ach, vielleicht doch eine Honig-Zirben-Massage, mit Ölen von Bergila aus Südtirol. Überhaupt denkt hier jemand mit: Im Garten stehen Sonnencremespender bereit, so etwas habe ich noch in keinem Hotel gesehen.
Südtirol beginnt schon beim Frühstück
Das mit den Superlativen ist ja immer so eine Sache. Beim Frühstück im Parkhotel sind wir uns aber schnell einig: Besser geht es kaum. Es gibt Vinschgauer Paarl in mehreren Varianten, Schüttelbrot, Südtiroler Speck und Käse, frisches Brot und Marmeladen – alles sehr liebevoll angerichtet. Eier werden nach Wunsch zubereitet, die Zutaten sucht man sich selbst aus. Auch Crêpes direkt an der Station gebacken.
Am Wochenende kommt Ultner Muas dazu, ein altes Bauerngericht aus Mehl, Milch und Butter. In Südtirol isst man es ursprünglich direkt aus der Pfanne, ich kannte das bisher nur aus Erzählungen.
Zur Marende am Nachmittag gibt es Apfelstrudel und Krapfen, wer kann da schon widerstehen. Abends folgt ein Sechs-Gänge-Menü, wir hatten unter anderem Schlutzkrapfen, Gröstl und Fisch aus dem Passeiertal. Abgerundet mit feinen Weinen aus Südtirol.
Und wenn du doch mal raus willst: Radeln, Wandern oder Golfen im Unterallgäu
An Tag 2 könnte es gern genauso entspannt weitergehen. Das Parkhotel macht es (uns) leicht, zu faulenzen. Falls du ein bisschen aktiver sein möchtest: Hotelgäste können auf dem Partner-Golfplatz Bad Wörishofen eine Runde spielen oder, wie wir, bei einem Schnupperkurs das Ganze erst mal ausprobieren.
Wer lieber auf zwei Rädern unterwegs ist, kann sich auch ein E-Bike leihen. Rund um Bad Wörishofen gibt es 250 Kilometer ausgeschilderte Radwege durch die weite, größtenteils ebene Landschaft.
Oder man bleibt ganz in der Nähe. Eines hat Bad Wörishofen Südtirol nämlich voraus: Sebastian Kneipp. Der Pfarrer hat hier im 19. Jahrhundert seine Wasserkur entwickelt und bis heute stakst man im Kurpark im Storchengang durch eiskalte Kneippbecken. Danach kribbeln meine Beine, als wäre ich eine Stunde gewandert.
Kniakiachl backen in der Almhütte
Zurück im Hotel wartet dann wieder Südtirol. Im Garten steht eine „Almhütte“, in der regelmäßig gekocht und gebacken wird. Kniakiachl zum Beispiel, manchmal auch Schlutzkrapfen. Regelmäßig wird der Ofen angeheizt und dann steht dort nicht nur der Küchenchef, sondern auch der Hoteldirektor mit dem Kochlöffel in der Hand.
Das passt zu diesem Haus. Im Parkhotel in Bad Wörishofen lebt man die Südtirol-Idee, ohne eine Show draus zu machen. Und damit der Abschied nicht allzu schwerfällt, bekommen wir ein kleines Geschenk mit auf den Weg: eine Speckknödel-Mischung. Für die Zeit zu Hause, an denen der Brenner mal wieder zu weit weg ist.
Das Parkhotel, Bahnhofstraße 8, 86825 Bad Wörishofen, www.das-parkhotel.com, (jetzt Preise und Verfügbarkeit checken)
Transparenzhinweis: Die Reise erfolgte auf Einladung des Parkhotels Bad Wörishofen im Rahmen einer Pressereise. Bei meinen Recherchen arbeite ich zum Teil mit Tourismusverbänden, Veranstaltern und Hotels zusammen. Auf Art, Inhalt und Umfang meiner Artikel hat dies keinen Einfluss, meine Meinung bleibt wie immer die eigene.