Weingeschäft im Buchhandel

Pasta, Olivenöl oder Schokolade offeriert heute beinahe jeder Weinhändler, der etwas auf sich hält. Zauberworte wie Cross-Selling und Themenwelten locken neue Zielgruppen über die eigene Schwelle. Nur bei einer Sache hat das nie richtig funktioniert: Bücher mutieren oft genug zu Pennern im Weinladen. Jetzt soll anders herum ein Schuh draus werden. Die Frankfurter Buchmesse bietet in diesem Jahr mit der Gourmet Gallery zum ersten Mal eine eigene Plattform für Wein und Feinkost.

Wie diese Traumpartner harmonieren, zeigten bereits ‚Wine’s best friends‘, die gemeinsamen Sonderschauen von ProWein und der Zeitschrift ‚Der Feinschmecker‘.
„Der Buchhandel ist für kulinarische Anbieter ein kaum erschlossener Markt. Mit der Gourmet Gallery wollen wir eine Plattform schaffen zur Präsentation von aktuellen Trends und ein Forum für neue Kooperationen“, erklärt Juergen Boos, Direktor der Frankfurter Buchmesse, das neue Konzept.

Auf einer Fläche von über 400 Quadratmetern präsentieren sich neben Kochbuchverlagen, Food- und Lifestyle-Zeitschriften einige Weinbauregionen und Gastronomiebetriebe. Auf dem Programm stehen Live-Shows mit Starköchen und Promigästen sowie Weindegustationen.

Cocooning, Cooking, Conaisseurship – „Genießen“ liegt im Trend. Kochen wird als gesellschaftliches Event zelebriert, Kochshows feiern Hochkonjunktur. Die wachsende Bedeutung von Genussmitteln jeglicher Art spiegelt sich im Buch- und Verlagswesen wider: Mit einem Marktanteil von 21 Prozent ist das Thema Essen und Trinken im Ratgebersegment Spitzenreiter. Vor zwei Jahren waren in Deutschland laut einer Studie rund 8.248 Titel zu Genussthemen lieferbar.

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