Slowfood 2014 in Stuttgart

lange Tafel auf der Slowfood14

Märkte besitzen eine spezielle Anziehungskraft, der ich nur schwer entkomme, sie machen mich einfach neugierig. Wenn da nur nicht immer so ein Gedränge wäre. Ein leerer Markt wäre allerdings kein interessanter. Bleibt also nur der Versuch, möglichst vor den anderen da zu sein. So auch gestern beim Markt des guten Geschmacks – der Slow Food Messe“ in Stuttgart. Morgens konnte man an den Ständen noch ganz in Ruhe schauen und probieren. Zur Mittagszeit füllten sich Halle und Tafel zunehmend, die Atmosphäre blieb trotz der genussfreudigen Massen angenehm entspannt. Slowly eben.
Handwerklich arbeitende Lebensmittelerzeuger, Gastronomen und Verbraucher will Slow Food zusammenbringen. Man sieht sich jedoch weniger als Verein, sondern als Trend, als Lebensphilosophie, sagte Dr. Ursula Hudson beim gestrigen Bloggertreffen auf der Messe. Blogger für Slowfood Beim lockeren Austausch präsentierte die amtierende Vorsitzende von Slow Food Deutschland den brandneuen Webbutton, mit dem Blogger die Slow Food Idee ab sofort auch visuell auf ihrer Seite unterstützen können.
Mich haben dieses Mal vor allem die regionalen Produkte aus Baden-Württemberg interessiert – von Hohenlohe, über die Schwäbische Alb bis zum Bodensee. Ich probierte getrockneten Speck vom Schwäbisch-Hallischen Schwein (zart, salzig), Wurst (aromatisch, würzig) und Käse (fein, mild) vom Albbüffel, Absinth (bitter, kräutrig, konzentriert), Trüffelbutter (erdig, schmelzig … zum Niederknien) und Höri Bülle (mild, saftig) mit gebratenem Felchen. Die rote Zwiebel erhielt jetzt im März das kontrollierte Herkunftssiegel geschützte geografische Angabe (g.g.A.). Ich habe mir den Unterschied erklären lassen zwischen Albleisa und Heckengäulinsen (es gibt keinen, außer dem Ort, wo sie wachsen), bin nun Fan von Whisky aus Dinkel und habe immer wieder gestaunt, wie viele kulinarische Überraschungen quasi vor der eigenen Haustür warten. Gut gefällt mir auch die Idee von Reg.io, die unter der Marke „Gutes von hier“ Geschenkpakete zusammenstellen mit regionalen Produkten – nicht nur aus dem Süden.
Ein paar Impressionen als Instagram-Rundgang:

Höri Bülle
Lecker: Höri Bülle g.g.A. heißt die Zwiebel vom westlichen Bodensee. Mehrmals täglich gibt es Live-Cooking mit wechselnden Themen.
Slowfood 2014
Slowfood zum Vernaschen
Albbüffelzüchter Willi Wolf
Hat den Büffel zurück auf die Alb gebracht. Am Stand der Metzgerei Failenschmid kann man die Büffelprodukte verkosten … und kaufen.
Schwäbischer Absinth
Stark (nicht nur im Geschmack): Absinth von der Schwäbischen Alb. Ganz neu gibt es auch einen Gin.

Einen Fotobericht mit weiteren Eindrücken von der Slow Food Messe gibt es unter anderem hier oder hier. Die Messe ist heute noch geöffnet bis 18 Uhr.

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