Riesling Champion 2014

Riesling Champions 2014
Riesling Champions 2014

Die deutsche Riesling Champions League der Saison 2014 ist am 06. September zur großen Siegerehrung im Parkhotel Favorite in Mainz versammelt. Harte Arbeit liegt hinter den Juroren des Weinmagazins Vinum. Aus knapp 1.400 Weinen, in mehreren Runden ausgewählt, stehen die Siegerweine in den einzelnen Kategorien fest – wie auch der absolute Champion mit der besten Kollektion, errechnet auf der Basis von vier angestellten Weinen. Nach je einem dritten und zweiten Platz in den letzten beiden Jahren geht 2014 der Pokal an das Weingut Philipp Kuhn aus Laumersheim/Pfalz.

Ein anderer Philipp hätte ebenfalls einen Preis verdient: Philipp Stein, der junge Küchenchef im Gourmetrestaurant Favorite. Mit seinem unter anderem bei Dieter Müller und Helmut Thieltges erworbenem Können ist er vor knapp einem Jahr angetreten, den Michelin-Stern des Favorite zu verteidigen. Dass ihm dies gelingen wird, daran haben wir nach dem Gala-Sieger-Menü keine Zweifel. Zu jedem der fünf Gänge kommen jeweils drei passende Siegerweine ins Glas.

Exzellentes Menü von Philipp Stein, Favorite Restaurant Mainz, zur Riesling Champion Gala 2014
Exzellentes Menü von Philipp Stein, Favorite Restaurant Mainz, zur Riesling Champion Gala 2014

Spannende Weine zu spannenden Küchen-Kreationen mit spannender Menüfolge, denn gestartet wird mit Beeren- und Trockenbeerenauslesen zu

Gebratener Gänsestopfleber mit glasierten Aprikosen und Selleriepüree

Hier gefällt uns am besten die 2011 Riesling Trockenbeerenauslese „Marbach“ vom Weingut K.H. Schneider aus Bad Sobernheim/Nahe, Sieger in der Kategorie „Edelsüß“.
Als Begleiter zu

Kanadischem Hummer auf Zitronengrasschaum und asiatischem Gemüse

treten drei große Namen an. Die Wahl zwischen Künstler, Kuhn und Wegeler fällt nicht leicht. Unser Favorit ist, sowohl Solo als auch zum Hummer, der 2012 Riesling „Im Großen Garten“ Großes Gewächs (GG) von Philipp Kuhn aus Laumersheim/Pfalz, gefolgt vom 12er Riesling „Hochheimer Kirchenstück“ GG, Weingut Künstler aus Hochheim/Rheingau. Sehr interessant auch der 2013 Johannisberger Riesling QbA feinherb von Geheimrat J. Wegeler aus Oestrich-Winkel, ebenfalls ein Rheingauer. Als Sieger in der Kategorie „Halbtrocken/Feinherb“ ist er besonders stark beim asiatischen Gemüse.
Das

Tatar vom Milchkalb mit Räucheraal, Shisokresse, Kaviarkartoffel und Sauerrahm

steht mit seiner Raffinesse dem Siegerwein der Kategorie „Trocken“ in nichts nach: Die absolute Überraschung ist für uns der 2011 Riesling „Frauenberg“ von Geil’s Sekt- und Weingut in Bermersheim/Rheinhessen. Ein „geiler Wein“, meint auch Rudolf „Rudi“ Knoll, der als Initiator und Moderator in seiner charmant-unterhaltsamen Art durch den Abend führt. Dieser geile Riesling spielt mit Frische, Finesse und Eleganz seine Mitbewerber mit ihren Großen Gewächsen locker an die Wand …

Rudi Knoll im Gespräch mit Andreas und Josef Spreitzer
Rudi Knoll im Gespräch mit Andreas und Josef Spreitzer vom Weingut Spreitzer (Rheingau)

Geteilte Meinungen gibt es beim Fisch-Gang. Nicht die sensationelle Kombination von

Filet vom Flusszander auf Champagnerkraut mit gebratener Blutwurst, Granny Smith Apfel und geräucherten Kartoffel-Mandelbällchen

scheidet die Geister, sondern die dazu probierten Weine. Ein Wechselspiel: Erst rangiert die fruchtige 2012er Spätlese von Spreitzer vor dem 13er Kabinett halbtrocken vom Weingut Didinger vom Mittelrhein, dann kommt die Spätlese „Felseneck“ aus der 2013er Kollektion von Schäfer-Fröhlich immer mehr auf. Der spielt auf Zeit und ist – nach anfänglicher Skepsis und viel Luftkontakt – zum Schluss unser ganz persönlicher Sieger, gerade auch in Verbindung mit dem Essen.
Beim

„Cheesecake“ mit Limonengelee, Macadamianuss und marinierten Pfirsichen

sind nochmals Trockenbeerenauslesen (TBA) am Start und ein Sonderpreis wird vergeben. Hans-Günter Schwarz, eine Koryphäe unter den Kellermeistern (42 Jahre lang Betriebsleiter bei Müller-Catoir) und engagierter Verfechter der Rebsorten Rieslaner und Scheurebe, überreicht die deshalb nach ihm benannte Hans-Günter-Schwarz-Trophy für die gelungensten „Kinder des Rieslings“: eine Rieslaner TBA „Iphöfer Julius-Echter-Berg“ vom Weingut Wirsching aus Iphofen/Franken, Jahrgang 2011 und die 2013er Scheurebe TBA „Moorstein“ des Seehof Fauth, Westhofen/Rheinhessen.

Fazit: eine rundum gelungene Veranstaltung – großes Kompliment an Rudolf Knoll, das Vinum-Verkosterteam und Philipp Stein.
Wir freuen uns schon auf den 15. November, den Tag der Verleihung des Deutschen Rotweinpreises in Fellbach.

Weitere Informationen und alle Siegerweine gibts unter www.vinum.info/rieslingchampion.

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