Rettet das deutsche Sattelschwein!

Während Feinschmecker von Welt sich um das Eicheln fressende iberische Schwein sorgen, drohen seine Verwandten, die deutschen Sattelschweine, langsam auszusterben. Dabei ist die Sau eine wirklich gute Mutter: 23,6 Ferkel bringt sie im Jahr zur Welt. Trotzdem zählt die schwarze Rassefamilie nur noch 200 Mitglieder. Weil sie zu fett sind. Moderne Genießer mögen lieber Magerfleisch. Ironie des Schicksals? Denn laut der Studie „Size Germany“ stellte die Kleidungsindustrie fest, dass den deutschen Männern seit 1980 der Bauch um sieben Zentimenter anschwoll und die weibliche Taille vier Zentimeter wuchs.
Das Schlappohr mit dem weißen Sattel ist selbst sehr genügsam. Kein Stress. Keine Stallallüren. Ein deutsches Sattelschwein grunzt nicht lautstark nach staatlichem Geld. Schweinisches Geheule über wenig luxuriöse Zukunftsaussichten sind bislang ebenfalls nicht bekannt. Wahrscheinlich ist das Schwein intelligenter als man ihm gemeinhin bescheinigt. Die „dumme Sau“ lacht sich die Haxen krumm, was der Mensch so frisst: Analogkäse, Mogelschinken. Das darf uns nicht Wurst sein, sagt der sächsische Freistaat und erhob dieses tierisch ernste Thema zur Chefsache. Bevor sich das letzte Ferkel zu Tode quietscht, spendiert er dessen Züchtern je 100 Euro.
Schwein gehabt!

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