Klausjagen

© St. Niklausengesellschaft Küssnacht
© St. Niklausengesellschaft Küssnacht

Schon Schuhe geputzt für den Nikolaus? Am Vorabend des Nikolaustages glühen nicht nur Kinderaugen vor Aufregung. Im Schweizer Dorf Küssnacht am Vierwaldstättersee erlöschen Punkt 20.15 Uhr die Straßenlaternen. Ein Donnerschlag und das Spektakel nimmt seinen Lauf. Rund 200 Iffele erleuchten die stockdunkle Nacht – riesige Bischofshüte, die die Begleiter des Heiligen Nikolaus ins Dorf tragen. Klausjagen heisst der alte Brauch, weil die Dorfjugend den Nikolaus einst respektlos verfolgte. In anderen Orten der Zentralschweiz sagen sie Chlausätriichlä dazu. Die Trychler schleppen schwere Glocken, deren Läuten durch die Straßen dröhnt.
Der Ursprung des Trychlens geht vermutlich bis ins Mittelalter zurück – und wurde vor rund 60 Jahren neu belebt. In Stans ziehen über 300 Trychler mit geschmiedeten Schellen umher. Schwarze Gestalten („Schmutzlis“) beschützen St. Niklaus in seiner Sänfte und sorgen für Ordnung. Und versuchen, die jungen Zuschauerinnen zu beeindrucken. Originell beim Stanser Trychlen sind die „Geiggel“: harlekinartige Gestalten in einem weissen Hemd, einem Pferde-Geröll und individuell gestaltetem „Geiggel-Schopf“, die von den Gästen Geld eintreiben.

© Peter Steiner
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