Hendrik, der deutsche Wein-Entertainer

Nun auch Hendrik.
„Wir wollen hier Wein entmystifizieren, ohne ihm den Zauber zu nehmen“, sagt Hendrik Thoma über TVINO, das aktuelle Projekt mit Kooperationspartner Hanseatisches Wein- und Sekt-Kontor, Hamburg. Neu ist die Idee nicht, eher Inspirationsquell für den bekannten Sommelier, der sich vor der Kamera sichtlich wohl fühlt.
Mit dem „Vinotainment“-Format beschreibt Thoma im lässigen Duz-Stil nicht nur Weine, sondern will unterhaltsame Geschichten aus der Weinwelt erzählen, allein oder im Gespräch mit Gästen. Er betont, dass die verkosteten Weine nicht nur aus dem Hawesko-Sortiment stammen. Weine der Konkurrenz oder aus dem Supermarkt müssen nach seiner Aussage ebenso „dran glauben“. Und wenn ein Wein Schrott sei, dann würde er das natürlich so sagen. Schon um authentisch zu sein. Ein Spagat, denn ein Verriss verkauft sich schlecht – und bei allem Spaß geht es ums Geschäft.
Der erste Eindruck von TVINO ist eine erfrischende Weinpräsentation, frei von verstaubten Floskeln und elitärem Geschwafel. Klar und verständlich, mit einer angenehm subjektiven Note. Thomas Meinung kann und soll der Zuschauer unter dem jeweiligen Video kommentieren. Das macht die ganze Sache lebendig und wertvoll. Bloß wie spannend ist eine Diskussion, wenn Zustimmung oder Widerspruch nur auf Umwegen möglich werden? Wer die Weine (noch) nicht kennt, muss schließlich erst bestellen und selbst verkosten. Unabhängig davon, sollte man TVINO als das annehmen, was der Moderator verspricht: Weine vorurteilslos entdecken.

Eine kleine Bitte zum Schluss: Lieber Hendrik, hau nicht ständig auf den Tisch!

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