Frankfurter Buchmesse: Wein und Kochen weiter im Trend

Gourmet_Gallery,_Halle_5Gesundheitsrezepte, Lebensberatung oder Geldtipps – die Deutschen vertrauen den Ratschlägen zwischen zwei Buchdeckeln. Rund 15 Prozent des gesamten Buchmarktumsatzes erwirtschaften die papiernen Ratgeber jährlich. Jeder fünfte davon ist einer zum Thema Essen und Trinken. Im letzten Jahr schütteten die  kulinarischen Tipps 306 Millionen Euro in die Kassen des Buchhandels. Mehr als 8.000 Bücher beschäftigen sich mit Genuss. Genaue Titelzahlen für Weinbücher liegen nach Aussage des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels aber nicht vor.

Wein und Feinkost stehen derzeit hoch im Kurs. Nicht erst seit der Buchhandel mittels Non-Book-Sortimenten verlorene Umsätze zurück holen will. Mit der neuen Gourmet-Gallery wollte die Frankfurter Buchmesse in diesem Jahr das Trendthema ins Rampenlicht rücken. Theoretisch. Tatsächlich geriet die gute Idee eher zur Randerscheinung. Ans Ende der unterirdischen Halle gequetscht, war die Gourmet Gallery alles andere als eine Schau: Eine schlichte weiße Küche, die oft kalt blieb. Einsame Autoren, die mit ihren Büchern an Bistrotischen hockten. Metallgestelle mit Abstellkammercharme, in denen ein paar Koch- und Weinbücher lehnten. Die Verlage? Weit weg von der Gourmet Gallery.

Der Ansatz ist gut, die Möglichkeiten in diesem Jahr sind leider verpufft. Ein knackiges Rahmenprogramm und etwas mehr Aktion in der Küche lockt nicht nur Bücherwürmer an den Herd. Mit dem Thema Wein und Kochen kann man mehr produzieren als heiße Luft.

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