Bangkok – Puls einer Großstadt

Bangkok stinkt, lärmt und ist hässlich. Die Durian unter den Großstädten Asiens sozusagen. Doch wer sich erst mal auf sie eingelassen hat, ist überwältigt vom Charme der Grand Dame und ihrem jungen Gesicht.

Bangkok schläft nicht. Während die Überreste der Nacht vom Bürgersteig gefegt werden, gleicht der Lumphini Park um 6 Uhr morgens einem riesigen Open Air Fitnessstudio. Kaum ein freies Wiesenplätzchen, auf dem nicht Thai Chi oder Yoga geübt wird. Männer, vor allem der höheren Altersklassen, stählen ihre Muskeln an öffentlichen Kraftgeräten. Die Frauen turnen in der Gruppe oder allein – den CD-Spieler neben sich. Gegen 8 Uhr legt die Sonne ihr schwüles Tuch über die Stadt. Zeit für die erste Teepause und einen kleinen Schwatz.

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Bangkoks Herz schlägt in Banglamphu. Wir wählen den schönsten Weg ins Königsviertel: den Chao Phraya Fluss, der sich südwärts durch die Metropole windet. Die bunten Boote legen für wenige Sekunden an den Piers nahe den Tempeln und des Großen Palastes an; wer will springt ab und später auf das nächste wieder auf.
Inzwischen dampft und brutzelt es in vielen Straßenrestaurants, gekocht wird oft direkt auf dem Bürgersteig. Speisekarten gibt es keine oder wir können sie nicht lesen. Kein Problem, wir schauen in die Töpfe oder zeigen auf die rohen Zutaten, die der Chef frisch zubereitet. Gestärkt und gemütlich schippern wir auf dem Wasser zurück ins südliche Silom.

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Bangkok färbt sich rot in der Abendsonne. Ein Sundowner ist jetzt genau das Richtige. Doch nicht in irgendeiner Kneipe, sondern in „The Dome“. Sekundenschnell katapultiert uns der Fahrstuhl 64 Stockwerke nach oben in die Sirocco Sky Bar, der coolsten Bar von Bangkok. Wow, was für eine Dachterrasse! Auf einem Wolkenkratzer, 264 Meter über dem Boden, und die Jazzband spielt im Rhythmus mit dem Abendwind.
Bangkok glitzert unter uns. Wir prosten funkelnden Sternen zu, genießen die Magie dieses Augenblickes. Ein paar Drinks und eine kleine Ewigkeit später landen wir wieder auf dem Boden.
Bangkok pulsiert, schillert, kocht jetzt an jeder Ecke und wir naschen uns durch die Garküchen der Gassen. Irgendwann schmerzen die Beine. Fußmassage gefällig? Gern. Kurz vor Mitternacht. Mitten im Gewühl von Bangkok. Das sich fertigmacht für eine lange Nacht.

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1 Kommentar

  • Hallo,
    ein sehr schöne Travelbook, gute Fotos, in Bangkok ist es sehr schön auf den Schwimmenden Märkten wo ich öfter bin.
    Weiter so.
    mfg

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