Amarone

Zugegeben, ein Amarone erschließt sich einem nicht sofort. Doch wer sich in den fülligen Roten vom Gardasee einmal verliebt hat, wird ihn nicht mehr missen wollen.

Für den Amarone wählt der Winzer die gesündesten Trauben aus. Verwendet werden ausschließlich einheimische rote Rebsorten wie Corvina, Rondinella und Molinara. Die Beeren trocknen etwa vier Monate auf Strohmatten oder Holzgestellen in luftigen Hallen, bis das enthaltene Wasser verdunstet – zu einem natürlich konzentrierten Kraftpaket. Vielleicht hast du schon mal vom Strohwein gehört, wie der Amarone manchmal genannt wird. Die Rosinen gären langsam bei niedriger Temperatur. Für mindestens zwei Jahre reift der Wein danach in kleinen Eichenholzfässern.
Mit kräftigen Gerbstoffen macht ein typischer Amarone seinem Namen (amaro = bitter) alle Ehre, doch das pariert er galant mit fruchtiger Süße. Sein Duftpanorama reicht von reifen Waldbeeren bis edlem Kakao. Amarone ist ein trockener Wein mit relativ hoher Drehzahl. Durch den extraktreichen Most erreicht der Wein locker 14 bis 16 Prozent Alkohol.

Wenn du also nach einem lagerfähigen Kandidaten für deinen Weinkeller suchst – das ist er! Ein Amarone bereitet dir auch nach vielen Jahren in der Flasche noch Freude.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Wordpress Anti-Spam durch WP-SpamShield