ADAC Postbus Busreisen

ADAC Postbus

Bin ich sittlich gefestigt? Doch, inzwischen schon. Ist mein Auftreten bescheiden? Meistens, ja. Habe ich mich überzeugt von der Ortskundigkeit des Fuhrmanns? Okay, beim ADAC gab es mehr als nur ein paar Turbulenzen. Aber dass der Käpt’n (so heißen die Fahrer) des ADAC Postbusses den Weg nach Mannheim findet, daran habe ich nicht den geringsten Zweifel. Der neue Fernbus ist zudem für alle Fälle mit modernster Technik ausgestattet. Übrigens: Diesen „Sicherheitscheck“ empfahl ein weit gereister Lübecker Advokat vor 250 Jahren allen Postkutschengästen in seinem Reisehandbuch.
Also, drei mal: ja. Die Testfahrt nach Mannheim kann losgehen. Punkt 11 Uhr rollt das Fahrzeug der Linie 301 vom Bosch-Parkhaus am Stuttgarter Flughafen Richtung Autobahn, einschließlich mir sind fünf Fahrgäste an Bord. Ich bin jedoch nicht mit der Kutsche auf Reisen, sondern mit dem neuen ADAC-Postbus. Das Streckennetz reicht quer durch Deutschland, derzeit werden etwa 30 Städte mit 60 Bussen angefahren. Die Route München – Hamburg gibt es erst seit Februar 2014. Tickets kann man telefonisch unter der Nummer 0228/97 27 27 97 buchen, in über 5.000 Filialen der Deutschen Post, den ADAC-Geschäftsstellen oder online.

ADAC Postbus innenIch mache es mir am Fenster gemütlich. Wer arbeiten will im Bus, sollte sich die letzte Reihe sichern, dort gibt es Plätze mit Tisch. Die schwarz-gemusterten Sitze mit gelb eingefasstem Lederrand sind bequem, die Rückenlehne ist verstellbar (anders als oft im Flieger funktioniert dies auch), ohne dass der Hintermann das Teil im Gesicht hat. Und selbst mit langen Beinen bleibt noch genug Freiheit vorhanden.

Zeit für einen Kaffee. Einen Euro für wahlweise Kaffee, Cappuccino, Espresso, Schokocino oder was der Automat sonst noch so zaubern kann. Die Klapptische am Platz besitzen ein rundes Loch, um Getränkebecher zu fixieren. Das habe ich prompt in dem Moment realisiert, als mein Kaffee sich zu gleichen Teilen auf Tasche, Jacke und Hose verteilte. Kein großes Problem, bei dieser Busreise ist man mit Waschraum unterwegs, was ganz praktisch ist bei kleinen oder größeren Malheurs und Flecken wie diesen.

ADAC Postbus MediacenterSo, endlich sitzen. Man könnte im Internet surfen, Filme anschauen, Musik hören oder sich vorlesen lassen – WLAN und das Media-Center sind kostenfrei im ADAC-Postbus. „Der große Gatsby“ ist mit von der Partie, den wollte ich schon lange sehen, hab ihn damals im Kino verpasst. Film ohne Knabberei geht gar nicht, finde ich. Muss es auch nicht, beim Ersatzfahrer gibt es selbst während der Fahrt Chips & Co. für ebenfalls kleines Geld.

Die Rückfahrt von Mannheim nach Stuttgart verläuft ebenso entspannt. Nicht nur, dass der Fahrer die zehn Minuten Verspätung aufholte, der Bus war sogar fünf Minuten vor der geplanten Zeit wieder am Ziel. Liebe Bahn, so macht Reisen Spaß. Für kürzere Strecken ist der Postbus eine prima Alternative, vor allem zum Auto, da das lästige Parkplatzproblem in der Stadt entfällt. Finanziell lohnt es sich sowieso.
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In Mannheim hatte ich ein wenig Zeit für einen Stadtspaziergang. Lohnend fand ich den Besuch der mehr als hundert Jahre alten Kunsthalle und der Luisenpark hat ebenso einen Stopp verdient. Hier noch ein paar Eindrücke wie es sonst so aussieht in der Industriestadt am Rhein:

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1 Kommentar

  • Ich nutze die Fernbus-Angebote mittlerweile regelmäßig. Wenn man etwas Zeit mitbringt ist dies eine gute, vor allem preiswerte Alternative zur Bahn. In diesem Sinne kann man nur hoffen, dass sich der Deutsche Städtetag mit seiner Forderung nach einer Ausweitung der LKW-Maut auf Fernbusse nicht durchsetzen wird!

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