Buchrezension: Nix wie weg!

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Ein paar Tage frei. Nix wie weg! Doch wohin sollst du fahren? Ohne Tage vorher im Internet zu wühlen nach einem passenden Ort und dann doch stundenlang im Auto oder Flieger zu sitzen? Du willst einfach nur: ausspannen. Vom ersten Moment an.

Nix wie weg! aus dem Bruckmann Verlag zeigt dir hundert Reiseziele zwischen Sylt und der nordafrikanischen Küste für ein verlängertes Wochenende oder einen Kurzurlaub. Kompakt, zum Einfach-mal-hin-fahren: ein Ziel auf zwei bis vier Seiten plus die wichtigsten Tipps für den Aufenthalt wie Übernachten und Besonderheiten der Region.

Nix wie weg: 1001 Ideen für deine nächste Auszeit

Lust, das mal auszuprobieren? Los geht’s.
Im Zwei-Stunden-Radius unseres Wohnortes liegen Speyer, Schwetzingen oder die Schwäbische Alb.

Wir entscheiden uns für die Alb, nur reichlich eine halbe Stunde von Stuttgart, und landen in einer anderen Welt. Wild, rau, weit – die Alb ist perfekt für eine Auszeit in der Natur.

Zum Übernachten wählen wir einen der beiden Tipps im Buch, das Biosphärenhotel Graf Eberhard in Bad Urach. Nicht explizit erwähnt, aber sehr entspannend: ein Besuch der Alb-Thermen, direkt neben dem Hotel.
Als Highlight empfehlen die Autoren den Uracher Wasserfall. Der befindet sich quasi um die Ecke. Damit sich der kleine Ausflug lohnt, wandern wir eine Runde auf dem Wasserfallsteig. Der Premiumweg ist einer von fünf Grafensteigen, die es auf der Alb gibt. Und ein Genuss.

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Unter dem Punkt Spezialitäten erfahren wir vom Uracher Schäferlauf, der alle zwei Jahre im Juli stattfindet und vom Schwäbischen Hanami, dem Streuobstblütenfest im Frühjahr. Dabei gibt es auch kulinarische Spezialitäten auf der Alb – und zwar das ganze Jahr über: Alblamm, Albbüffel, Alblinsen …

Wusstest du, dass der Steiff-Teddy am Rand der Schwäbischen Alb erfunden wurde? Von Bad Urach brauchen wir etwa eine Stunde bis nach Giengen an der Brenz ins Steiff-Museum. Näher liegt das Maschenmuseum in Albstadt, wo einige bekannte Modehersteller ihren Sitz haben und ab Fabrik verkaufen. Reicht noch nicht? Das ultimative Einkaufserlebnis findest du in der Outlet-City Metzingen, unweit von Bad Urach.

Das Limes-Museum in Aalen als weiterer Tipp für diesen Kurztrip liegt rund 90 Autominuten entfernt, für meinen Geschmack etwas zu weit weg. Schon besser, weil näher: Schloss Liechtenstein und Nebelhöhle. Am zweiten Tag machen wir eine kleinere Tour um Schloss und kehren auf ein (oder waren es zwei?) Schoppen Wein in der Burgschenke ein.

Die beste Reisezeit für die Schwäbische Alb sei von Frühjahr bis Herbst, sagen die Autoren. Uns gefällt die Alb auch im Winter. An einem sonnigen Tag durch den glitzernden Schnee auf dem Wintermärchenweg zu wandern – unendlich erholsam.

Fazit: Die Vorschläge für einen kurzen Urlaub inspirieren zum spontanen Kofferpacken. Groß planen musst du nicht weiter, ein paar Klicks im Netz machen die Kurzreise aber noch individueller. Oder du bittest einfach deinen Gastgeber um ein paar Insidertipps.
Die meisten der vorgestellten Kurztrip-Ideen des Buches konzentrieren sich auf Deutschland und den Alpenraum.
Der Osten und Südosten Deutschlands hingegen sind nicht präsent. Schade. Dresden, Leipzig oder Nürnberg, nur als Beispiel, sind schnell und bequem erreichbar – und jede Reise wert.


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Roland F. Karl, Ellen Astor, Sabine Durdel-Hoffmann, Heidrun Kiegel,
Christin Drühl, Michael Pröttel, Udo Haafke, Henning Aubel, Carsten
Dohme, Birgit Günther, Brigitte Lotz, Dietmar Falk, Barbara Rusch
Nix wie weg!
100 Ziele für spontane Kurzreisen, Brückentage und Resturlaub
288 Seiten, ca. 350 Abbildungen, Format 16,5 x 23,5 cm, Klappenbroschur
mit Fadenheftung
ISBN 978-3-7343-0555-9
€ [D] 25,99
Bruckmann Verlag GmbH
Erscheinungstermin: Oktober 2015

Das Rezensionsexemplar stellte mir der Verlag zur Verfügung.

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