CMT 2017 – Reisetrends und Neues aus BaWü

Dumont direkt Reisefuehrr

Jedes Jahr im Januar findet in Stuttgart die große Reisemesse CMT statt, die mehr als 200.000 Besucher anzieht. Kein Wunder, gelten die Deutschen doch als Reiseweltmeister. Laut einer Umfrage der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR) plant knapp jeder Zweite (42%), auch 2017 wieder zu verreisen. Interessant finde ich, dass aber nur 14% der Reisenden ein Ziel ansteuern, an dem sie noch nie gewesen sind.

Trendziele sind Deutschland, Spanien, Italien und Österreich, beliebt vor allem Strand-, Natur- und Familienferien, aber auch Städtetouren. Immer stärker nachgefragt werden Pilgerreisen, war zu hören. Die Baden-Württemberger fahren übrigens am liebsten ans Mittelmeer und in die Alpen. Insgesamt haben sich mehr als 2.000 Aussteller präsentiert aus 360 Ländern, Regionen und Städten.

Ich war dieses Jahr vor allem an den Ständen von Baden-Württemberg unterwegs. Das hatte allerdings weniger mit fehlender Neugier auf neue Länder zu tun, sondern einen anderen triftigen Grund: die Recherche für mein neues Outdoor-Buch, das im Sommer fertig sein wird. Und da gibt es reichlich zu entdecken. Hier ein paar Eindrücke:

Eiszeitkunst & Wandern auf der Schwäbischen Alb

Einige der ältesten Kunstobjekte stammen von der Schwäbischen Alb und können im Archäopark Vogelherd bestaunt werden. Zum Beispiel das kleine Mammut oder Wildpferd, das Steinzeitmenschen aus Knochen geschnitzt haben. Oder die fast 40.000 Jahre alte Skulptur des „Löwenmenschen“. Für „Eiszeit“-Touristen hat die Stadt Tübingen verschiedene Wochenend-Angebote entwickelt. Wenn alles klappt, erhalten die Höhlen der Schwäbischen Alb für den „kulturellen Urknall“ im Sommer 2017 den Weltkulturerbe-Titel.

Neues gibt’s auch für Wanderfreunde: die Firstwaldrunde ist der erste von 11 geplanten Premiumwegen im Landkreis Tübingen. Unter dem Namen Früchtetrauf entstehen dabei fünf klassische Wanderwege und sechs kürzere, so genannte Spazierwanderwege. Zwei dieser Wegle locken ab dem Sommer 2017.
Auch Radler finden immer mehr zertifizierte Strecken, beispielsweise den Donauradweg, der 2017 als vierter auf der Alb das ADFC-Qualitätssiegel erhalten hat. Weitere sind der Neckartal-Radweg, der Albtäler-Radweg und der Kocher-Jagst-Radweg.

Ein echtes Erlebnis ist der Brenz-Radweg mit lauschigen Plätzchen am Wasser. An den renaturierten Abschnitten des Flusses kommt man der Natur sehr nahe und kann mit etwas Glück Wasservögel in ihrer „Kinderstube“ oder auch Biber beim Bau beobachten.

Wer’s etwas sportlicher mag, kann den Spuren der Wanderschäfer folgen auf dem Albschäferweg.

Radeln im Naturpark

Die sieben Naturparks in Baden-Württemberg erstrecken sich auf ein Drittel der Gesamtfläche. In einer neuen Broschüre wurden auf der CMT die schönsten Radtouren vorgestellt – vom Neckartal-Odenwald bis zum Südschwarzwald. Neue Angebote sind der Luchsinfopoint bei der Burg Wildenstein, das Schwarzwald-Trekking, er Eppinger-Linien-Marathon sowie „Gaildorf chillt“, ein Naturparkprojekt für junge Menschen.

Städtetouren mal anders

Natur oder Kultur ist nicht mehr die Frage, wenn man beides haben kann. So wirbt die Region Nördlicher Schwarzwald für sich mit den Städten Pforzheim und Karlsruhe. Pforzheim lockt mit Schmuckwelten und einem 360° Panorama aus dem alten Rom im Gasometer. In Karlsruhe kann man neuerdings wie ein Känguru durch die Stadt springen – bei einer geführten Tour mit Cangoo Jumps. Wem das zu albern ist, nimmt einfach den Scrooser, eine Art Elektro-Roller mit sehr breiten Reifen.

Wer eine Städtereise plant, sollte sich mal die Reiseführer Dumont direkt anschauen, die 2017 mit neuem Konzept auf dem Markt kommen. Mir gefällt der lockere und persönliche Stil ausgesprochen gut. Jeder Band hat 15 Kapitel, die einen direkt begleiten – ins Trendviertel der Stadt, in die Kulturszene, zu besonderen Architekturhighlights oder zu Orten, an denen Neues entsteht. Klassische Reiseführertipps sind natürlich trotzdem noch enthalten.

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